„Gemeinsam für mutigere Reformen!“

Aufruf katholischer Reformkräfte zum Katholikentag 2026 in Würzburg und zur Menschenkette am Freitag, 15. Mai 2025, 15 Uhr zwischen Dom und Augustinerkirche In den großen Herausforderungen und Umwälzungen, in denen unsere Kirche und unsere Gesellschaft stehen, erleben wir eine Zeitenwende, die mutige Reformen in allen Bereichen und auf allen Ebenen erfordert. Dies kann nur gemeinsam und solidarisch geschehen. Uns Reformkräfte motiviert die befreiende Vision Jesu, die Gottes- und Nächstenliebe, die uns dazu aufruft, uns konkret für eine gerechtere Kirche und eine gerechtere Welt einzusetzen. 
Wir setzen uns ein für eine Kirche, die „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art“ (Konzilsdekret „Gaudium et spes“) wahrnimmt und in Verbundenheit mit der ganzen Menschheitsfamilie das Anbrechen des Reiches Gottes konkret sichtbar und erfahrbar werden lässt.   
Wir setzen uns ein für eine Kirche, die Teilhabe und Demokratie ernstnimmt, die den Klerikalismus einer Zwei-Klassen-Kirche überwindet und die die Gleichberechtigung aller Geschlechter zum Ziel hat. Von den Bischöfen erwarten wir, dass sie die Beschlüsse des Synodalen Weges und der Weltsynode konsequent und zeitnah umsetzen. Synodalität ist ein 
wichtiges Gegenmodell angesichts zunehmend totalitärer politischer Entwicklungen in aller Welt.  
Wir setzen uns ein für eine Kirche, die endlich die systemischen Ursachen sexualisierter und geistlicher Gewalt sowie deren Vertuschung bekämpft, wie es der Synodale Weg in Deutschland seit 2019 zum Ziel hat. Die beschlossenen (wie auch die nicht beschlossenen) Texte zeigen Wege aus der fundamentalen Glaubwürdigkeitskrise und dem großen 
Reformstau, der bereits seit dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Würzburger Synode besteht. 
Wir setzen uns ein für die dringend notwendige Erneuerung aller priesterlichen, diakonischen und Leitungs-Dienste, damit sie lebendige Gemeinden vor Ort glaubwürdig zum solidarischen Engagement befähigen. Wir wollen eine Kirche, die Hoffnung gibt, die nah bei den Menschen ist, die sich nicht in XXL-Pfarreien selbst verwaltet und die das Gemeinwohl zum Ziel hat.  
Wir setzen uns ein für das Ende der Kriege in aller Welt, für globale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Lebensgrundlagen. Wir ermutigen zu einem neuen Aufbruch des 1983 begonnenen Konziliaren Prozesses „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, denn die bisherigen Versäumnisse in der Klima- und Friedenspolitik machen ein konsequentes Handeln nötiger denn je.   
Wir erwarten von den Kirchenleitungen, dass sie sich intensiv um ein besseres Miteinander zwischen dem Vatikan und der katholischen Kirche in Deutschland bemühen, damit die verfasste Kirche in Deutschland nicht noch mehr an Relevanz verliert, sondern weiterhin ihren Beitrag für die Menschen in unserem Land und innerhalb der Weltkirche leisten kann.  
Wir rufen alle Menschen auf, Junge wie Alte, Alleinlebende, Paare, Geschiedene, queere Menschen: „Habt Mut, steht auf!“ Engagiert euch, mischt euch ein, setzt euch für die Ausgegrenzten ein, gestaltet die Kirche vor Ort und lasst frischen Wind ins Haus! Für eine Kirche ohne Angst, ein offenes Haus, in dem wir Vielfalt und Verschiedenheit leben und feiern.  
Wir rufen auf zur Menschenkette „Ich will, dass Du bist...“ für Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche. Die von der Initiative #meingottdiskriminiertnicht initiierte Menschenkette am Freitag, 15. Mai 2026 um 15 Uhr (nach dem ökumenischen Frauengottesdienst im Dom) soll vom Kiliansdom bis zur Augustinerkirche reichen.  


Unterzeichnende Reformkräfte 
Wir Reformkräfte (Betroffeneninitiativen sexualisierter und geistlicher Gewalt, katholische 
Verbände und kirchliche Reformgruppen) sehen uns als Sprachrohr für die große Mehrheit der 
Katholikinnen und Katholiken in Deutschland, die sich um der Zukunft der Kirche willen für 
Reformen engagieren. Laut Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 2023) halten  
96 Prozent der Befragten tiefgreifende Reformen in der römisch-katholischen Kirche für 
dringend notwendig. 
1. AGR – Aktionsgemeinschaft Rottenburg (Klaus Kempter) 
2. Bundesverband der Gemeindereferent*innen (Sarah Henschke und Thorsten Tauch 
für den Vorstand)   
3. FrauenKirchOrt St. Magdalenen Hildesheim (Martina Manegold-Strobach) 
4. Frauenwürde e.V. (Annegret Laakmann) 
5. Freckenhorster Kreis (Ludger Ernsting)  
6. Gemeindeinitiative.org (Paul-G. Ulbrich) 
7. Initiative Münchner Kreis (Klaus Fabian, Dr. Franz Hauber, Ulrike Leininger) 
8. Initiative Sauerteig (Rosi Mittermeier) 
9. Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen (Stefanie Eisele) 
10. Katholische Hochschulgemeinde Würzburg (Burkhard Hose)  
11. Katholisches LSBT+ Komitee (Hendrik Johannemann) 
12. KDFB – Katholischer Deutscher Frauenbund (Dr. Ute Zeilmann) 
13. kfd – Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (Ulrike Göken-Huismann) 
14. KLB – katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum (Bettina Locklair) 
15. Laienverantwortung Regensburg e.V., 
eine Vereinigung von Gläubigen nach CIC can. 215 (Prof. Dr. Johannes Grabmeier) 
16. Leserinitiative Publik-Forum (Pfr. Hans-Jürgen Günther) 
17. MagdalenaGo (Marieluise Gallinat-Schneider) 
18. Maria 2.0 Deutschland (Altfrid Norpoth) 
19. meinGottdiskriminiertnicht (Lisa Baumeister) 
20. Netzwerk Diakonat der Frau (Dr. Jutta Mader-Schömer) 
21. Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V. (Steffen Schille)  
22. OrdensFrauen für MenschenWürde (Sr. Susanne Schneider MC) 
23.  #outinchurch (Jens Ehebrecht-Zumsande) 
24. Pax Christi Bundesvorstand (Dr. Norbert Fabian) 
25. Pfarrerinitiative Deutschland (Max Stetter) 
26. Priester im Dialog (Dr. Edgar Büttner) 
27. pro concilio (Dr. Martin Schockenhoff) 
28. Regenbogenforum (Wolfgang Perlák) 
29. Synodal in Augsburg (Uli Spindler für das Koordinationsteam) 
30. Wir sind Kirche (Konrad Mundo) 
Unterstützt wird dieser Aufruf auch von der Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“  
(Matthias Katsch) 
Stand: 11. Mai 2026 

Pressekontakt:  
Hannah Ratermann (Pressereferentin des KDFB)  
Tel: 0221 86092-24, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
Barbara Stöckmann (Pressereferentin der kfd) 
Tel.: 0211 44992-25, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
Christian Weisner (Wir sind Kirche-Bundesteam) 
Tel: 0172 5184082, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.