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Gemeinsames Wort der KirchenVolksKonferenz 2022 in Köln

Köln, 24. September 2022

Unsere Welt befindet sich in einer tiefen Verkettung ganz unterschiedlicher Krisen. Die römisch-katholische Kirche wird wegen Missbrauch und Vertuschung sowie Menschenrechts- verletzungen und vielfältiger Diskriminierungen ihrer Verantwortung immer weniger gerecht. Dadurch verliert sie schon lange fundamental an Bedeutung und Glaubwürdigkeit.

In dieser tiefen existenziellen Krise haben 36 Reformgruppen, Betroffenen-Vereinigungen sowie katholische Verbände, Ordensgemeinschaften und Initiativgruppen eine gemeinsame KirchenVolksKonferenz am letzten September-Wochenende 2022 in Köln veranstaltet. Auch Einzelpersonen sowie aus der Kirche Ausgetretene brachten sich ein. Die Notwendigkeit einer engeren Vernetzung und Zusammenarbeit aller Reformkräfte zeigte sich erst kürzlich wieder bei der vierten Vollversammlung des Synodalen Weges.

Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen in unserem Land und weltweit braucht es die gemeinsame Suche nach dem, was den Menschen Orientierung gibt, uns trägt und solidarische Gemeinschaft schafft. Im Geist der Ökumene und der Verantwortung aller für die eine Welt wollen wir neue Hoffnung in Kirche und Gesellschaft bringen. Unser Gemeinsames Wort ist eine Verpflichtung für uns selbst, richtet sich an die Kirchenleitenden und soll auch die Mitwirkenden des Synodalen Weges ermutigen. Dessen unverzichtbaren Reform- forderungen schließen wir uns an.

Als eine breite und offene Basisbewegung setzen wir uns dafür ein:

  • gemeinsam mit anderen Reformkräften und Theolog:innen eine theologische, spirituelle Rückbesinnung auf die frohe Botschaft von Jesus und strukturelle Neuausrichtung zu erreichen;

  • eine geschlechtergerechte und vielfältige Lebensformen anerkennende Kirche zu schaffen;

  • die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen und ernst zu nehmen sowie die notwendigen tiefgreifenden und nachhaltigen Transformationsprozesse in unserer Kirche und unserer Gesellschaft voranzubringen;

  • Kirche von unten, von den Rändern und von den Ausgegrenzten her zu begreifen sowie die Gemeinden und Glaubenden darin zu unterstützen, selbst aktiv zu werden, Verantwortung als „Kirche vor Ort“ zu übernehmen und sich zu eigenem Handeln zu ermächtigen;

  • Gewaltenteilung und eine Charta der Grundrechte in der Kirche umzusetzen, die auch die Einzelnen schützt, dazu gehört die Zustimmung des Vatikans zur Menschenrechts- Charta;

  • die Synode 2023 zu einer Weltsynode mit paritätischer Stimmberechtigung des Kirchenvolks zu erweitern als konkretes Zeichen der kirchlichen Umkehr;

    Wir (die mitwirkenden und unterstützenden Organisationen) wissen uns verbunden mit Reforminitiativen weltweit: „Wir gehen schon mal voran – für eine synodale Kirche der Zukunft“.

    Beschlossen am 24. September 2022
    und bekanntgegeben im Gottesdienst am 25. September 2022 in Köln-Deutz

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